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Das Internet der Dinge – was ist das und wie kann es den Einzelhandel verändern?

Posted on 19th September 2016 in category Blog

Das Internet der Dinge (IdD) führt uns in ein immer besser vernetztes Universum, doch was ist wirklich gemeint, wenn wir über das so genannte „Internet der Dinge“ sprechen? Das IdD bezieht sich auf das immer größer werdende Netzwerk von physischen Objekten, die aufgrund der Internetkonnektivität über eine IP-Adresse verfügen, und die Kommunikation, die zwischen diesen Objekten und anderen internetfähigen Geräten und Systemen geschieht.

Während schon in den ersten Jahren dieses Jahrtausends über das „Internet der Dinge“ getuschelt wurde, steckte das IdD im Hinblick auf die Aktualität noch in seinen Kinderschuhen. Laut der Cisco Internet Business Solutions Group entwickelte sich das IdD 2008 bis 2009 aus einer Idee zur Wirklichkeit, also neben der Entstehung von Smartphones, Tablet-PCs und Ähnlichem. Gehen wir nun weiter in die Gegenwart, sehen wir, dass das IdD ein monumentales Wachstum erlebt, wobei Gartner, Inc. voraussagt, dass 2016 weltweit 6,4 Milliarden verbundene Dinge verwendet werden und diese Zahl bis 2020 auf 20,8 Milliarden ansteigen wird. Marktführer in Einzelhandel und Gastgewerbe werden das IdD in ihren Geschäften als Möglichkeit zur Optimierung ihres Betriebs und vor allem zur Änderung der Kundenerfahrung erforschen.

Eine der wichtigsten Herausforderungen für den Einzelhandel ist nun das Lieferkettenmanagement.

Präzise Einsichten, wo sich die Ware befindet, wurden in einem Zeitalter, in dem immer mehr Erfüllungsoptionen auftauchen, äußerst wichtig. Zu den beliebten Erfüllungsoptionen wie „Click and Collect“ oder „Lieferung nach Hause“ werden sich bald neue Möglichkeiten wie „Lieferung innerhalb einer Stunde“ gesellen. Amazon war mit der Einführung von Amazon Prime Delivery, das es Kunden ermöglicht, ihre Waren am Tag der Bestellung zu erhalten, ein Katalysator in diesem Bereich. Der Einzelhandel sucht nun nach standortbasierten Technologien, um die Sichtbarkeit der Lieferkette zu erhöhen; dies erfolgt durch Quellen wie Sensoren, globale Positionsbestimmungssysteme (GPS) und automatische Identifikationssysteme (AIS), um einen Einblick in Echtzeit über den Verbleib der Ware zu erhalten.

Die verbesserte Sichtbarkeit der Lieferkette beginnt über die Konnektivität durch die IdD-Technologie und deren Fähigkeit, große Volumen von Echtzeitdaten über interne und externe Lieferkettennetzwerke zu übertragen. In einem Zeitalter, in dem der Appetit nach präzisen Informationen praktisch unstillbar ist, bieten Quellen wie Sensoren, globale Positionsbestimmungssysteme (GPS) und automatische Identifikationssysteme (AIS) dem Einzelhandel dringend benötigte Einblicke in Echtzeit.

Wahrhaftig nutzen kann der Einzelhandel die Macht des IdD, indem er die von (unter anderem) den zuvor erwähnten Quellen erzeugten Daten heranzieht, um aussagekräftige Geschäftseinblicke zu erhalten, die er dazu verwenden kann, effizientere und, wenn möglich, automatisierte Verteilungsmodelle anzutreiben. Daten aus der Sichtbarkeit während der Übertragung können verwendet werden, um über optimale Zeiten für den Abtransport, Transportmethoden oder die Planung von Lieferungen zu entscheiden. Schließlich werden die Vorteile zum Kunden hin gefiltert, indem die termingerechte Lieferung optimiert wird und er anzeigen kann, wo auf dem Weg sich seine Ware gerade befindet.

Ein weiteres Problem im Einzelhandel ist das ewige Bemühen um Kundenbindung. Ein Teil dieser Herausforderung liegt darin, in allen Kanälen eine konsistente Erfahrung zu bieten; Kunden hinterlassen beim Onlineeinkauf Fußabdrücke, die dann für eine persönlichere Erfahrung im Geschäft genutzt werden können. Die Zukunft des Einzelhandels bietet diese persönliche Erfahrung im Geschäft und lässt die Grenzen zwischen dem Ablauf online und im Geschäft verschwimmen, sodass schließlich in Web, Geschäft und sogar auf Berührungspunkten wie mobilen Anwendungen und Kiosken eine einheitliche Kundenerfahrung geboten wird.

Das Anbieten einer effektiven Omnichannel-Personalisierungsstrategie hängt grundlegend von dynamischen Technologien und einer schlanken Architektur ab, die eine effiziente Kommunikation in Echtzeit zwischen den Systemen ermöglichen. Das IdD wird zu einer Hauptkomponente einer vollkommen integrierten Lösung, die aus zahlreichen unterschiedlichen Komponenten besteht.

Einblick in einen Kundenablauf durch das IdD

Standortbasierte Technologien teilen das gleiche Ziel; sie identifizieren die Nähe eines Benutzers zu einem bestimmten Standort und lösen dementsprechend eine Aktion aus. Beispiele wie Geofencing und Bluetooth-Beacon-Technologien aktualisieren die Lieferung von personalisierten Aktionen in Echtzeit je nach dem Standort des Kunden. Darüber hinaus erhalten Mitarbeiter umfangreiche Informationen über den Kunden, die über den Standort ausgelöst werden. Beides basiert darauf, dass der Kunde das Geschäft betritt, um einen Kauf zu tätigen.

Was, wenn der Kunde seinen Kauf online getätigt hat und ihn jetzt abholen möchte?

Nach Ankunft in der näheren Umgebung kann die Geofencingtechnologie eine Benachrichtigung an das Geschäftspersonal senden, das dann bereitstehen kann, um dem Kunden das Paket draußen zu übergeben. Ein Beispiel für eine verbesserte Kundenerfahrung durch den Einsatz solcher Technologien wäre ein Elternteil, der mit Kindern einkaufen geht …

Vor dem Internet der Dinge …

Der Kunde musste einparken, sich mit seinen Kindern vom Parkplatz zum Geschäft begeben, was ein stressiges Szenario sein kann, um seine Artikel abzuholen. Kundenablauf – bestenfalls 5 Minuten, schlimmstenfalls 30 Minuten und eine ganze Menge an Emotionen.

Nach dem Internet der Dinge …

Der Kunden könnte einparken, das Auto verlassen und die Kinder für nur wenige Momente alleine lassen, um die Artikel vom Personal entgegenzunehmen und wieder zum Auto zurückzukehren. Kundenablauf – weniger als eine Minute.

Für all diese Szenarien ist die Verlässlichkeit auf effiziente und Echtzeitkommunikation zwischen standortbasierten Technologien und dem CRM des Einzelhändlers, Lager- und Bestellungsbearbeitungssystemen (sowie Treue, falls relevant) sehr wichtig.

Wo das Internet der Dinge ins Spiel kommt, ist die Installation von Regalsensoren im Geschäft, die den Lagerstand im Geschäft in Echtzeit übermitteln. Die kann von standortbasierten Technologien genutzt werden, um zu bestimmen, ob eine Aktion oder ein Gutschein auf bestimmte Artikel angeboten werden kann. Die Wichtigkeit der Personalisierung im Einzelhandel ist einfach für alle zu sehen und wird von Coca Colas Name-auf-der-Flasche-Kampagne versinnbildlicht – die Menschen lieben es, wenn sie sich als etwas Besonderen fühlen können!

Das Wachstum des Internets der Dinge ist unvermeidlich aufgrund seiner Fähigkeit, Einzelhändlern dabei zu helfen, den Übergang in die „Welt von morgen“ des einheitlichen Handels zu bewältigen. Die Herausforderungen, denen sich Einzelhändler mit dem Internet der Dinge ausgesetzt sehen, liegt nicht nur darin, Massen an Daten zu sammeln, die sich aus einem zunehmend vernetzten Universum ergeben, sondern diese Daten zu nutzen, um Verbesserungen für die physischen Geschäfte voranzutreiben – im Wesentlichen über Verbesserungen für die Kundenerfahrung gemessen und eine Steigerung der Effizienz der Transaktionen des Einzelhändlers. Entscheidend dafür ist die verkettete Architektur, die benötigt wird, um ein neues Zeitalter im Einzelhandel zu erleichtern: reich an Informationen, verbunden und in Echtzeit.

Daniel Elsey – Führungskraft im Bereich Geschäftsentwicklung